Eine lange Motorhaube, eine fließende Dachlinie und eine Präsenz, die man nicht mit einem anderen Automobil verwechselt. Der Rolls-Royce Wraith ist für uns eine der schönsten Formen, in denen sich große Reisekultur ausdrücken lässt.
Besonders als Black Badge besitzt er einen eigenen Charakter: souverän, dunkel akzentuiert und auf Menschen zugeschnitten, die ihren Rolls-Royce gern selbst fahren. Bei Autostrada Sport begeistert uns diese Verbindung aus Eleganz und Kraft. Unser Wraith gibt Anlass, seine Geschichte zu erzählen – vom ersten Träger des Namens bis zum Abschied des modernen V12-Coupés.
1938: Der Name Wraith erscheint.
Die Geschichte beginnt lange vor dem heutigen Fastback. 1938 stellte Rolls-Royce den ersten Wraith vor. Bis 1939 entstanden laut BMW Group Classic 491 Exemplare. Ihre Aufbauten kamen von spezialisierten Karosseriebauern wie James Young, Mulliner und Hooper. Der Kunde wählte damit nicht einfach eine Farbe aus: Die äußere Gestalt seines Automobils konnte sehr individuell ausfallen.
Diese Verbindung aus technischer Grundlage und persönlicher Gestaltung gehört zum Reiz historischer Rolls-Royce. Der Wraith jener Zeit war ein eigenständiges Vorkriegsautomobil. Nach dem Krieg führte der Silver Wraith ab 1946 die Namenstradition weiter. BMW Group Classic zeichnet diese frühen Kapitel nach.
Als Rolls-Royce Jahrzehnte später wieder den Namen Wraith verwendete, entstand ein neues Automobil für eine andere Zeit. Geblieben war ein Gedanke, der gut zu der Marke passt: Ein Rolls-Royce soll Charakter besitzen, bevor man überhaupt die Tür öffnet.
Die Rückkehr als großer Gran Turismo.
Am 5. März 2013 präsentierte Rolls-Royce den modernen Wraith auf dem Genfer Automobilsalon. Die ersten Kundenauslieferungen waren für das vierte Quartal angekündigt. Der traditionsreiche Name stand nun auf einem viersitzigen Coupé mit markanter Fastback-Silhouette.
Die lange Haube, das zurückgesetzte Passagierabteil und das fließende Heck geben dem Wraith seine Spannung. Dazu kommen die nach hinten angeschlagenen Coach Doors. Schon beim Einsteigen entsteht eine kleine Zeremonie. Unter der Haube arbeitet ein 6,6-Liter-V12 mit zwei Turboladern, verbunden mit einer Achtgangautomatik. Die Original-Pressemappe von 2013 dokumentiert die Premiere und das technische Konzept.
Uns fasziniert, wie selbstverständlich diese Form wirkt. Der Wraith zeigt Kraft, ohne seine Eleganz aufzugeben. Seine Größe gehört zum Auftritt; die fallende Dachlinie nimmt ihr optisch die Schwere. Wer ihn von der Seite betrachtet, versteht schnell, warum wir gerade dieses Rolls-Royce-Coupé so schätzen.

Black Badge gibt dem Wraith eine andere Haltung.
2016 debütierten Wraith Black Badge und Ghost Black Badge in Genf. Rolls-Royce sprach damit Kunden an, die einen selbstbewussteren, stärker auf das eigene Fahren ausgerichteten Ausdruck der Marke suchten. Den Ursprung beschreibt auch der Hersteller-Rückblick zum zehnjährigen Black-Badge-Jubiläum.
Zur Black-Badge-Gestaltung gehören die dunkle Spirit of Ecstasy, das umgekehrte Double-R-Emblem und abgedunkelte Metalldetails. Im Innenraum setzt Rolls-Royce unter anderem auf Carbon-Verbundoberflächen mit eingearbeiteten Aluminiumfäden. Solche Materialien geben der gewohnten Rolls-Royce-Atmosphäre eine technische Note. Der Charakter der Ausführung reicht dabei über eine bestimmte Lackfarbe hinaus: Black Badge wurde auch in kräftigen Farbtönen bestellt.
Beim Wraith änderte sich zugleich die Abstimmung. Rolls-Royce erhöhte das Drehmoment um 70 auf 870 Nm und passte Luftfederung und Getriebe an. Die zeitgenössische Herstellerinformation von 2016 beschreibt diese Maßnahmen. Es ging um einen direkteren Zugang zur vorhandenen Kraft und ein fahrerbezogeneres Auftreten.
Gerade in einer dunklen Konfiguration entfaltet der Wraith für uns eine besondere Geschlossenheit. Karosserie, Kühlerfigur und Innenraum wirken wie Teile einer gemeinsamen Idee. Der Black Badge bewahrt die Würde des großen Coupés und fügt eine gewisse Entschlossenheit hinzu. Das macht ihn so interessant.


2023 endet die moderne Wraith-Produktion.
Zehn Jahre nach seiner Premiere ging die Produktion des modernen Wraith zu Ende. Rolls-Royce bestätigt das Jahr 2023 ausdrücklich im eigenen Jahresrückblick. Damit schloss sich auch das Kapitel der V12-Coupés der Marke. Mit dem elektrischen Spectre begann anschließend eine neue Form des großen Rolls-Royce-Coupés.
Den besonderen Schlusspunkt setzte die am 20. März 2023 vorgestellte Kollektion Black Badge Wraith Black Arrow. Sie umfasste zwölf Fahrzeuge und war eine eigene, aufwendig gestaltete Abschlussedition. Der Name bezog sich auf die Geschichte des Rekordwagens Thunderbolt und dessen V12-Antrieb. Rolls-Royce erläutert das Konzept in der Vorstellung der Black-Arrow-Kollektion.
Unser hier gezeigter Wraith Black Badge hat Erstzulassung 2021. Er gehört zur regulären Black-Badge-Ausführung. Gerade diese Fahrzeuge machen die Geschichte heute zugänglich: als Automobile einer abgeschlossenen Baureihe, die man weiterhin erleben und fahren kann.
- Der erste WraithEin Vorkriegsmodell mit individuell gestalteten Karosserien. Die Produktion reicht bis 1939.
- Die Rückkehr des NamensWeltpremiere des modernen Fastback-Coupés am 5. März in Genf.
- Wraith Black BadgeDunkle Akzente, technische Materialien und eine stärker fahrerbezogene Abstimmung.
- Das FinaleProduktionsende des Wraith; die zwölf Black Arrow bilden eine eigene Abschlusskollektion.
Warum wir den Wraith vermissen.
Für uns hinterlässt der Wraith eine Lücke. Wer große Coupés liebt, versteht den Reiz dieser Kombination: Zwei Türen, vier Plätze, eine ausdrucksstarke Form und die gelassene Kraft eines Zwölfzylinders ergeben hier etwas sehr Eigenes.
Besonders schön finden wir das Verhältnis von Präsenz und Bewegung. Der Wraith steht kraftvoll da und trägt gleichzeitig die Idee einer langen Reise in seiner Linie. Man muss ihn nicht erklären, um seine Wirkung zu spüren. Ein Blick auf die Seitenansicht reicht oft aus.
Wer diese Art von Automobil liebt, findet im Wraith Black Badge einen besonderen Ausdruck davon. Die Freude an ihm liegt für uns in seiner Gestaltung, seinen Materialien und seinem Charakter. Ein Produktionsende macht diese Eigenschaften deutlicher bewusst: Man schaut noch einmal genauer hin und erkennt, was an diesem Coupé bewahrenswert ist.
Für uns zählt der Wraith zu den schönsten Rolls-Royce überhaupt. Als Black Badge besitzt er genau die Mischung aus Eleganz und Entschlossenheit, die uns begeistert.
Unser Wraith Black Badge in Hamburg.
Das Fahrzeug auf diesen Bildern ist der Wraith Black Badge aus unserem verlinkten Angebot. Black Diamond Metallic, schwarzes Leder und dunkle Akzente geben ihm einen stimmigen Auftritt. Seine Erstzulassung im März 2021 ordnet ihn in die späten Jahre der Baureihe ein.
Das Inserat nennt unter anderem ein Head-up-Display, eine 360°-Kamera und Sitzbelüftung. Die Ausführung und die vorhandenen Nachweise besprechen wir gern am Fahrzeug mit Ihnen. Die Fotos zeigen genau diesen Wraith aus verschiedenen Perspektiven – vom Gesamtauftritt an der Hamburger Elbe bis zu den Details im Innenraum.
Rolls-Royce Wraith Black Badge
- Erstzulassung
- 03/2021
- Kilometerstand
- 30.466 km
- Aktueller Preis
- 339.900 €
Stand des Bestandsabrufs: 18.10.2026, 23:07 Uhr. Bitte bestätigen Sie die Verfügbarkeit und den Besichtigungsort vor Ihrer Anreise persönlich mit uns.
Beim Kauf eines gebrauchten Wraith zählen seine konkrete Historie und sein heutiger Zustand. Wartungsbelege, nachvollziehbare Laufleistung, dokumentierte Arbeiten und die Funktion der Ausstattung verdienen Zeit. Auch Reifen, Bremsen und Fahrwerk gehören zu einer sorgfältigen Besichtigung. Wir gehen die vorhandenen Unterlagen mit Ihnen durch und klären Ihre Fragen zum einzelnen Fahrzeug.
Ihr Ansprechpartner ist Mikkel Rosbjerg. Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin bei Autostrada Sport in Neumühlen 3, 22763 Hamburg. Ein Wraith lässt sich auf Fotos bewundern. Seine Proportionen und die Atmosphäre des Innenraums erlebt man am besten direkt am Automobil.
Redaktioneller Stand: 18. Oktober 2026. Marken- und Modellhistorie nach den verlinkten Originalquellen von Rolls-Royce und BMW Group Classic. Die Bewertung von Design und Charakter gibt unsere persönliche Perspektive wieder. Fotos: Autostrada Sport; sie zeigen das im Artikel vorgestellte Fahrzeug. Fahrzeugausstattung nach Inseratsangaben, vorbehaltlich Prüfung am Fahrzeug. Autostrada Sport ist ein unabhängiger Fahrzeughändler.
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